Geschichte der Pfarrei Terlan

Die Geschichte der Pfarrei Terlan ist beinahe so alt, wie der Ort selbst. Im fernen Jahr 828 wird „Taurlane“ oder „Torlian“ erstmals in einem Schenkungsvertrag erwähnt. Etwa 100 Jahre später, am 25. September 923 wird der Ort als „Torilano“ in einer königlichen Tauschurkunde erwähnt, laut der der Salzburger Erzbischof Adalbert III. mit seinem Kärntner Hilfsbischof Gotabert Güter in Mölten und Terlan einwechselte. Bereits aus dieser Urkunde geht hervor, dass Mölten und Terlan damals als ein zusammenhängendes Gebiet, ein sogenanntes „Kirchspiel“ betrachtet wurden. Die meisten Pfarreien Südtirols scheinen aber erst in schriftlichen Quellen aus dem 12. und 13. Jahrhundert auf, aus dieser Zeit stammt auch die erste Erwähnung einer Kirche mit Friedhof in Terlan.

Unter dem Trientner Fürstbischof Aldigret (Aldrighetto di Castel-Campo, 1232 – 1247) wurde die Pfarre Terlan dem Trientner Domkapitel einverleibt. Dieses übte bis zu seiner Auflösung im Jahr 1818 das Patronatsrecht aus. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gab es in Terlan bereits mehrere Priester. Aus dem Jahr 1323 stammt die älteste bekannte Stiftung an der Pfarrkirche von Terlan. Terlan und Mölten bildeten anfangs zwei Pfarreien, denen aber ein gemeinsamer Pfarrer vorstand. Dieser residierte mal in Terlan, mal in Mölten. Laut einem Vertrag aus dem Jahr 1571 musste sich der Pfarrer von Allerheiligen bis Ostern in Terlan aufhalten, für die restliche Zeit musste ein deutschsprachiger Hilfspfarrer gefunden werden. Als es im 17. Jahrhundert mehrere Pestepidemien gab, verlegte der Pfarrer ab 1632 seinen Wohnort endgültig nach Mölten, Terlan blieb als sogenannte „Kuratie“ im Pfarrverband, geriet aber kirchlich längere Zeit in den Hintergrund.

Während in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter den Kuraten Johann Groß und Josef Weiser die Fresken in der Pfarrkirche freigelegt wurden, kam auch der Wunsch auf, Terlan wieder zur Pfarrei zu erheben. Als 1896 die Renovierungsarbeiten der Kirche abgeschlossen waren und Fürstbischof Karl Eugen Valussi den neuen Altar weihte, wurde Terlan wieder zur Pfarrei erhoben.

Quelle: Karl Atz - Chronik von Terlan (1901)
 

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