Firmung

Die Firmung beschließt die Gruppe der Initiationssakramente: die Jugendlichen werden immer erwachsener und damit mündiger. Für das, was die Eltern in der Taufe grundgelegt haben, müssen die Jugendlichen jetzt eine eigene Entscheidung treffen: will ich aus dem Geist Gottes mein Leben gestalten, will ich dem guten Geist folgen?
 
Der Firmspender (der Bischof oder ein Vertreter) spricht den Firmling mit dem Namen und mit der Formel "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist" an. Dabei zeichnet er ihm mit Chrisamöl ein Kreuzzeichen auf die Stirn.
 
Der Begriff "Firmung" bedeutet Besiegelung, Bestärkung. Beim Eintreten ins Erwachsenenalter wird dem Firmling bestätigt: du bist ein mündiger Christ, du hast alles, was du brauchst, um dein Leben im Glauben zu leben. Der Geist Gottes geht mit dir.
 
Wie bei der Taufe wird dem jungen Christen ein Pate oder eine Patin zur Seite gestellt. Sinnvoll ist es, den Paten so auszuwählen, dass der Firmling einen "guten Draht" zu ihm bzw. ihr hat. 
 
"Ihr aber seid nicht vom Fleisch,
sondern vom Geist Gottes bestimmt,
da ja der Geist Gottes in euch wohnt."
(Röm 8,9) 

Der Weg in Richtung Firmung in der Seelsorgeeinheit
Rahmenbedingungen in allen 8 Pfarreien
Der Weg in Richtung Firmung wird in 3 Phasen gegliedert:
1. Check-in-Phase
2. intensive Firmvorbereitung
3. Firmung
Vor jeder Phase gibt es die Möglichkeit, dass sich Jugendliche ab dem 13 Lebensjahr zum Firm-Weg bei den jeweiligen Gruppenleitern bzw. Leiterinnen der zuständigen Pfarrei anmelden (konkrete Termine werden rechtzeitig kommuniziert).
Zentral ist, dass die jungen Menschen sich aufgrund einer bewussten und selbst getroffenen Entscheidung für diesen Weg bzw. die entsprechende Phase melden, aber auch die Option haben, jeder Zeit sich wieder abzumelden. Hilfreich ist es sicher, wenn Eltern und Paten die Jugendlichen, mit dem Wissen, um das Versprechen bei der Taufe ihr Kind im christlichen Glauben zu erziehen (vgl. CIC can. 872), auf verschiedenster Art und Weise begleiten und unterstützen.
Der konkrete Weg, gegliedert in den erwähnten 3 Phasen, beinhaltet 10 Treffen in der jeweiligen Pfarrei, der Seelsorgeeinheit oder mit Unterstützung anderer Partnersystemen (JD Mittleres Etschtal und Bozen Land, SKJ, Young-Caritas, Katechetischen Amt der Diözese Bozen Brixen) in gezielt gewählten Orten oder bewusst gewählten Referenten mit theologischer Ausbildung.
Mit Unterstützung der Pastoralassistentin, mit konkretem Auftrag “Begleitung des Firm-Weges”, dem Mit-Wirken vieler Getauften unterschiedlicher Generationen und einer aktiven Kerngruppe von engagierten Eltern und Pfarreimitgliedern können Jugendliche ein lebendiges Glaubensleben erfahren und erleben. Sie sollen eine aktive Glaubensgemeinschaft kennen lernen und damit auch die Grundvollzüge der Kirche Liturgia, Diakonia, Martyria als Cainonia. Es soll also ein Firm-Weg sein, der nahe bei den Jugendlichen ansetzt und von Jugendlichen mit entwickelt wird – ein Weg auf Augenhöhe mit Partizipations-Möglichkeiten. Die Jugendlichen sind Experten zahlreicher Methoden und sollen damit aktive Subjekte der Firm-Katechese sein. Hintergrund sollen ihre Lebens- und Glaubenskompetenzen sein und ein regelmäßiger Kontakt der Firmlinge untereinander, denn davon hängt das Gelingen ab!
Mit Berücksichtigung dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der pastoralen Kinder- und Jugendarbeit und der Richtlinien “der neue Firmweg” der Diözese Bozen Brixen wurde ein Konzept für die Seelsorgeeinheit (“Firmung vernetzt...es braucht ein ganzes Dorf”) erarbeitet, das für alle Gruppen in den Pfarreien bindend ist. (Erhältlich bei der Pastoralassistentin bzw. Bei Dekan Leiter Seppl)
Nach Vollendung des 16. Lebensjahres, protokolierter Teilnahme an 10 angebotenen Treffen und einem abschließenden Gespräch mit der Pastoralassistentin bzw. der Bitte um die Firmung bei Dekan Leiter Seppl kann das Sakrament der Firmung gespendet bzw. empfangen werden. Dabei sind nicht eine Altersgruppe bzw. eine gewisse Anzahl an Jugendlichen in einer Pfarrei ausschlaggebend, sondern der ausdrückliche Wunsch und die Bitte des jungen Menschen um das letzte der 3 Initiationssakramente “die Firmung”.
Leitgedanken:
Papst Franziskus ermutigt Menschen zum hoffnungsvollen Aufbruch und das ist das, was wir heute brauchen um wieder begeistern zu können. Er schreibt im apostolischen Schreiben über die Verkündigung in der Welt von heute „Evangelii Gaudium“:
„Ich träume von einer missionarischen Entscheidung, die fähig ist, alles zu verwandeln, damit die Gewohnheiten, die Stile, die Zeitpläne, der Sprachgebrauch und jede kirchliche Struktur Kanal werden, der mehr der Evangelisierung der heutigen Welt der Selbstbewahrung dient. Die Reform der Strukturen, die für die pastorale Neuausrichtung erforderlich ist, kann nur in diesem Sinn verstanden werden: dafür sorgen, dass sie alle missionarisch werden, dass die gewöhnliche Seelsorge in all ihren Bereichen expansiver und offener ist. Dass sie die in der Seelsorge Tätige in eine ständige Haltung des Aufbruchs versetzt und so die positive Antwort all derer begünstigt, denen Jesus seine Freundschaft anbietet.“ Es geht also darum Menschen dabei zu begleiten, dieses Glaubensgeheimnis zu entdecken, zu verstehen und zu feiern.

Pfarrbrief abonnieren

* Pflichtfelder

Vor Kurzem verstorben

Klicken Sie auf das Bild, um das Andenkenbild zu sehen
Bruno Gasser
Bruno Gasser
Bruno Gasser
10.05.2022, Terlan
Adolf Holzner
Adolf Holzner
Adolf Holzner
06.05.2022, Terlan
Heinrich Geier
Heinrich Geier
Heinrich Geier
26.04.2022, Terlan
Alle Verstorbenen
top
Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
Ich stimme zu Mehr Informationen