In den Tagen vor dem Hochfest Christi Himmelfahrt wird auch in Terlan eine jahrhundertealte Tradition gepflegt: Bei Bittprozessionen und Flurumgängen bitten die Gläubigen um eine gute Ernte sowie um Schutz vor Naturgewalten.
Die Wurzeln dieser Bittprozessionen reichen bis in vorchristliche Zeiten zurück und enthalten auch Elemente römischen und germanischen Brauchtums. Auch heute haben Bittgänge nichts von ihrer Bedeutung verloren. Gläubige ziehen betend durch Felder, Wälder und Ortschaften und bitten um Gottes Segen für eine gute Ernte, günstige Witterung und Schutz vor Unwettern, Missernten und anderen Notsituationen. Angesichts des Klimawandels und wachsender Sorgen um die Umwelt gewinnen diese Traditionen zudem neue Aktualität und werden verstärkt als Ausdruck ökologischer Verantwortung verstanden. In Terlan ist die 1.-Mai-Prozession der größte und bedeutendste Bittgang (im Bild). Eine weiterer Bittgang findet alljährlich am 16. Mai, dem Gedenktag des hl. Johannes Nepomuk, statt. Von der Pfarrkirche ausgehend führt der Bittgang jährlich abwechselnd zum Nepomukstöckl im Andrianerweg oder – wie in diesem Jahr – zum Nepomukstöckl beim „Hochbrunner“-Hof. Im Mittelpunkt steht dabei die Bitte um Schutz vor Überschwemmungen und Hochwasser. In diesem Jahr wird der Bittgang am Sonntag, 17. Mai, dem Hochfest Christi Himmelfahrt, abgehalten. Beginn ist um 7.45 Uhr; um 8.45 Uhr folgt die Eucharistiefeier in der Pfarrkirche.



